Monstera Pflege: So wächst die Zimmerpflanze optimal und bleibt gesund!

Instagram ist voll davon: Auf allen Pflanzenaccounts findet man mindestens eine Monstera, die den Feed ziert. Und ich finde: völlig zurecht! Das besondere Wachstum der Blätter macht sie zum echten Blickfang im Wohnzimmer und anderen Räumen. Als ich vor ein paar Monaten im Dehner war, habe ich zwei Mädels gesehen, die jeweils wunderschöne große Monsteras Deliciosa gekauft haben, um damit ihre erste eigene Wohnung zu schmücken. Das Gute ist: Die Pflanzengattung ist durchaus pflegeleicht, sodass sie sich auch super für Anfänger eignet. Keine Scheu also – Probiert es einfach aus und freut euch täglich über eure grünen Freunde! Ich verrate euch im Folgenden, auf welche Punkte ihr bei der Pflege eurer Monstera achten müsst.

Schaut hier gerne auch mein Video zur Pflege einer Monstera an:

Der richtige Standort für eine Monstera

Die aus den Wäldern Mittel- und Südamerikas stammende Pflanze gedeiht am besten an einem hellen, warmen Standort. Ich würde allerdings nicht empfehlen, die Pflanze mitten in die Sonne zu stellen, da die Blätter andernfalls verbrennen könnten. Das Gute ist: Wenn in eure Wohnung sehr wenig Licht fällt, könnt ihr euch trotzdem Monsteras zulegen. Ihr müsst allerdings damit rechnen, dass sich die Blätter nicht sonderlich gut ausbilden. Sie sind unter diesen Umständen in der Regel deutlich kleiner und weisen weniger von den typischen seitlichen Aussparungen auf, die die Blattsilhouette so besonders machen. 

Eine Temperatur um die 20 Grad ist für die Monstera perfekt und am liebsten mag sie es, wenn sie von allen Seiten mit Licht versorgt wird. Im Winter kommt sie glücklicherweise auch mit niedrigeren Temperaturen aus: Bei mir hat es während der kalten Monate zum Beispiel nicht selten um die 16 Grad im Wohnzimmer und sie kommt prima damit zurecht, was man definitiv nicht von jeder Pflanzenart (vor allem unter den tropischen Gewächsen) behaupten kann.

Monstera Adansonii

Bei der Größe des Topfs ist unbedingt zu beachten, dass die Pflanze nicht zu eng stehen sollte, da sie sehr viel Platz benötigt. Ich habe auf Anraten des Shops, bei dem ich meinen Ableger einer Monstera Variegata gekauft habe, diesen direkt nach dem Bewurzeln in einen Topf mit einem Durchmesser von 14 Zentimetern eingetopft und es hat sehr gut funktioniert. Außerdem besitze ich eine Monstera Adansonii, die ich als Babypflanze gekauft habe und die jetzt schon nahezu den Topf sprengt, weil sie so unheimlich schnell gewachsen ist! Der Topf sollte außerdem immer ein Abflussloch haben, um Staunässe zu vermeiden.

Muss ich bei der Monstera Variegata auf etwas Besonderes achten, was die Standortwahl betrifft?

Neben der klassischen Monstera Deliciosa besitzen die meisten Pflanzenliebhaber die Pflanze in der Variegata-Form. Bedeutet konkret: Die Blätter verfügen über einen wunderschönen Weißanteil. Ich persönlich habe direkt einen Ableger dieser Pflanze gekauft und besitze auch nicht die klassische Variante mit den rein grünen Blättern. Allerdings muss einem bewusst sein, dass diese Form deutlich mehr kostet und es natürlich umso ärgerlicher ist, wenn bei der Pflege etwas schiefgeht.

Monstera Deliciosa Variegata

Grundsätzlich solltet ihr wissen: Bei der Monstera Deliciosa Variegata kann es durchaus passieren, dass der Weißanteil von den Blättern vollends verschwindet. Dies ist häufig dann der Fall, wenn die Pflanze zu wenig Licht abbekommt. Achtet dementsprechend darauf, dass sie nicht zu dunkel steht. Ein guter Indikator soll auch der Weißanteil am Stiel sein. Je höher dieser ausfällt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Pflanze nicht irgendwann nur noch grüne Blätter produziert. 

Das richtige Substrat für die Monstera

Das Substrat für die Monstera sollte sehr nährstoffreich und durchlässig sein. Staunässe wird von ihr überhaupt nicht vertragen, wohingegen sie kurze Trockenphasen eher weniger stören. Bedeutet für euch: Gießt lieber zu wenig als zu viel (ich weiß, ihr meint es nur gut mit euren Pflanzen, aber es sind deutlich mehr Zimmerpflanzen an zu viel Wasser gestorben als an zu wenig)!

Ich verwende dafür meinen eigenen Erdmix, der sich in der Vergangenheit durchaus bewährt hat. Ich habe auch meinen Ableger direkt in diese Erde gepflanzt und habe gute Erfahrungen damit gemacht, auch wenn es seine Zeit gedauert hat. 

Hier könnt ihr sehen, welche Bestandteile in meinen Erdmix gehören:

Der Shop, von dem ich meinen Ableger habe, riet in Form eines kleinen Zettels, der meiner Bestellung beilag, dazu, Orchideenerde zu verwenden, sodass ich davon ausgehe, dass auch diese durchaus ihren Zweck erfüllt. Für mich persönlich gehörten aber einfach noch ein paar weitere Bestandteile dazu, um ein gutes Wachstum zu erreichen.

Wie gieße ich meine Monstera?

Wie bereits erwähnt: Lieber weniger als zu viel. Vor allem ein Ableger, der schließlich von Anfang an in einen recht großen Topf gegeben wird, braucht so gut wie kein Wasser! Da die recht große Menge an Erde die Feuchtigkeit speichert, ist es für die wenig ausgeprägten Wurzeln nicht möglich, Unmengen davon aufzunehmen. Auch ich habe anfangs viel zu viel gegossen: Das Ende vom Lied waren Trauermücken. Seitdem habe ich den Ableger nur mit sehr wenig Wasser versorgt und nur alles zwei Wochen bewässert. Das hört sich sehr wenig an, reicht aber vollkommen, glaubt mir.

Wenn eure Monstera aus dem Jungpflanzen-Stadium heraus ist, müsst ihr sie natürlich häufiger und auch mit einer größeren Wassermenge gießen. In den Sommermonaten würde ich dies etwa einmal die Woche tun, in den Wintermonaten etwas weniger. 

Ein Tipp: Gießt eure Monstera ausschließlich mit gefiltertem Wasser, sie vertragen kalkhaltiges Wasser nämlich sehr schlecht. Regenwasser in Zimmertemperatur bietet sich beispielsweise super dafür an. Falls ihr nicht die Möglichkeit dazu habt, könnt ihr auch – so mache ich es zumindest – den Brita Wasserfilter nutzen.

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Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit für meine Monstera sein?

Knapp gesagt: um die 60 Prozent. Die meisten von euch dürften diese Luftfeuchtigkeit nicht in der Wohnung haben, sodass ein wenig nachgeholfen werden muss. Ich habe für meine Zimmerpflanzen einen Luftbefeuchter, der mir treue Dienste leistet und diese Luftfeuchtigkeit recht konstant hält. Das Tolle daran ist der große Wassertank, sodass ich nicht ständig nachfüllen muss. 


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Alternativ könnt ihr die Blätter jedoch auch regelmäßig mit destilliertem Wasser besprühen. Die Monstera wird es euch danken: So entstehen keine braunen Blattspitzen und Schädlinge haben eine deutlich schlechtere Chance!

Muss ich meine Monstera düngen?

Die Monstera sollte etwa von März bis September alle 14 Tage gedüngt werden. Ich verwende hierfür Flüssigdünger und gebe ihn in halber Dosierung hinzu. In den Wintermonaten ist ein Düngen nicht notwendig.

Wie gehe ich mit einem Ableger der Monstera Deliciosa (Variegata) um?

Ich habe schon richtige Horrorstorys gehört, die allesamt davon handeln, dass der Ableger einer Monstera verfault ist oder es auf sonstige Art und Weise nicht geschafft hat. Natürlich müssen die Stellen, an denen die Monstera abgeschnitten wurde, gut versiegelt werden – am besten mit Wachs. Dadurch kann man Fäulnis sehr gut vorbeugen. Zudem soll das Wurzelwachstum bei der Verwendung von Moos deutlich schneller vonstattengehen als in Wasser und seltener zu faulen Stellen führen. Wenn ihr also auf Nummer sichergehen möchtet, probiert es ruhig aus. Andere geben den Ableger auch direkt in Erde.

Tipp: Wichtig ist außerdem, dass der Ableger über mindestens eine Luftwurzel verfügt: Daraus entstehen nämlich später die richtigen Wurzeln.

Ich persönlich habe meinen Ableger der Monstera Variegata in Wasser gegeben und um die fünf Wochen gewartet. Am besten passiert dies im Frühjahr oder in den Sommermonaten, im Winter ist die Gefahr aufgrund der schlechteren Bedingungen deutlich größer, dass der Ableger eingeht. Zunächst hatte ich Panik, weil sich überall weiße Pünktchen am Stiel gebildet haben und ich dachte, dass der Ableger fault. Nach langer Recherche (ich konnte dazu echt kaum was finden) habe ich aber herausgefunden, dass es sich dabei um Kallus handelt, was eine Vorstufe der Wurzelbildung ist und siehe da: Wenig später waren dann auch wirklich Wurzeln sichtbar, die aus der Luftwurzel kamen.

Als ich dachte, dass sich genügend Wurzeln gebildet haben, gab ich den Ableger in die Erde (das war wirklich eine reine Gefühlssache). Danach tat sich erst einmal EWIG nichts. Hier gilt aber: Lasst die Pflanze in Ruhe und seid geduldig. Es ist nämlich ganz einfach: Die Monstera ist zunächst damit beschäftigt, Wurzeln zu bilden. Da es sich um einen recht großen Topf handelt, dauert das seine Zeit. Es wird also recht lange dauern, bis ihr über der Erde etwas seht. Bei meiner Monstera Variegata vergingen Monate, bis sie ausgetrieben ist.

Euch stören die Luftwurzeln?

Wie ihr vielleicht wisst, bildet die Monstera Deliciosa Luftwurzeln. Ich würde dieses Kapitel gar nicht aufnehmen, wenn ich nicht wüsste, dass ganz viele Leute sie „hässlich“ finden und sie am liebsten entfernen würden. Mich persönlich stören sie überhaupt nicht, es ist nunmal der natürliche Wuchs und mir gefällt gerade das unheimlich gut. 

Und ich muss euch hierbei auch leider enttäuschen: Entweder ihr findet euch damit ab oder ihr könnt keine Monstera Deliciosa halten. Die Luftwurzeln sind nämlich überlebensnotwendig und dürfen NICHT abgeschnitten werden, da sie auch dafür da sind, Nährstoffe aufzunehmen. Sie kommen euch sogar bei längerer Abwesenheit, in welcher ihr nicht gießen könnt, zugute: In dieser Zeit könnt ihr die Luftwurzeln nämlich in ein Gefäß mit Wasser geben. Dadurch wird sichergestellt, dass die Pflanze in diesem Zeitraum mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt wird. Toll, oder? 

Wie sieht das mit Schädlingen bei der Monstera aus?

Auch hier kann ich euch beruhigen: Die Monstera ist sehr robust. Schädlinge kommen nur äußerst selten vor. Ich habe gelesen, dass manchmal Spinnmilben oder Schildläuse auftreten, ich habe bisher allerdings keinerlei Tiere auf meinen beiden Monsteras entdeckt.

Ich hoffe, euch konnte dieser Beitrag ein wenig weiterhelfen und ihr habt ganz lange Freude an euren Monsteras! Ich werde auf beide Pflanzen aus dieser Gattung, die ich besitze, regelmäßig angesprochen und erfreue mich täglich daran.

Bis ganz bald, 

Eure Sybi

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