Syngonium Pflege: So gedeihen die Purpurtuten!

Syngonien kommen in meiner Pflanzen-Beliebtheitsskala direkt nach den Philodendren. Ich selbst habe die Neon Robusta, Albo Variegata und White Butterfly. Letztere war eine meiner ersten Pflanzen überhaupt und ist momentan leider von Thripsen befallen. Doch auch diese bekomme ich nach und nach mit meinem üblichen Vorgehen in den Griff und lerne daraus vor allem eines: Das richtige Substrat ist das A und O. Wenn man nämlich – wie ich es damals bei dieser Pflanze gemacht habe – minderwertige Pflanzenerde nutzt, ist die Gefahr, dass euch die Pflanze aus x verschiedenen Gründen eingeht, deutlich höher. Wie ihr euch richtig um eure Syngonien kümmert, möchte ich euch heute in diesem Beitrag anhand verschiedener Kapitel zeigen.

Hier könnt ihr meine Pflegetipps auch in Videoform ansehen:

Gestaltet sich die Syngonium Pflege als einfach?

Erst einmal vorab und sicher nicht ganz unwichtig für Anfänger: Sind Syngonien einfach zu händeln? Ich finde: auf jeden Fall! In meinem Artikel zu den besten Anfängerpflanzen habe ich die Purpurtuten aufgenommen. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Sie zeigen mir immer, sobald sie etwas benötigen.

Syngonium Pflege

Meine Syngonium White Butterfly habe ich gelegentlich vergessen zu gießen (Achtung: Das sollte nicht zum Regelfall werden!). Dass sie Wasser benötigt, hat sie mir direkt in Form von hängenden Blättern mitgeteilt. Sobald ich sie gegossen habe, dauerte es nur ein paar Stunden und sie sah so toll aus wie davor. Das bedeutet konkret, dass sie euch auch den einen oder anderen Pflegefehler durchaus verzeiht. 

Syngonium Arten: Welche gibt es überhaupt?

Syngonien kommen in zahlreichen Varianten vor: Sie zeichnen sich allen voran durch ihre Blattzeichnung und -farbe aus. Unterschiede bestehen darüber hinaus in der Blattform und -länge

Syngonium podophyllum White Butterfly

Meine Syngonium podophyllum White Butterfly weist beispielsweise grün-weiße, pfeilförmige Blätter auf: Der Weißanteil ist dabei immer abhängig davon, wie hell die Pflanze steht (knapp gesagt: Viel Licht bedeutet einen höheren Weißanteil). Die Neon Robusta hingegen besticht durch ihre hellrosa Farbe.

Syngonium White Butterfly und Neon Robusta

Das richtige Substrat für Syngonien

Syngonien zählen – genauso wie der Großteil der anderen bekannten Zimmerpflanzen – zu den Aronstabgewächsen. Dementsprechend verwende ich für sie meinen „eigenen“ Erdmix, den ich hier für euch zusammengestellt habe

Wichtig ist nämlich, gut durchlässige Blumenerde zu verwenden, sodass sich das Wasser gleichmäßig im Topf verteilt und direkt einzieht. Minderwertige Erde erkennt ihr unter anderem daran, dass sich beim Gießen ein „See“ auf der Erde bildet – das Wasser sollte jedoch direkt bis an den Boden des Topfes durchsickern. An dieser Stelle auch wirklich noch einmal der wichtige Hinweis meinerseits: Spart nicht an Blumenerde, sondern holt euch vernünftige! Eure Pflanze bleibt dadurch viel, viel länger gesund und wächst um einiges schöner – das musste ich leider auch schon selbst erfahren.

Info: Ein Torf-Sandgemisch in Kombination mit Komposterde ist ebenso denkbar wie meine Variante (Kokoserde, Perlite, Wurmkompost, Pinienrinde und Aktivkohle). 

Wie gieße ich Syngonien richtig?

Ich gieße meine Syngonien einmal wöchentlich im Winter, zweimal wöchentlich im Sommer. Ich habe den Eindruck, dass sie im Vergleich zu meinen anderen Zimmerpflanzen verhältnismäßig viel Wasser benötigen.  

Auch bei diesen Pflanzen ist es wichtig, ausschließlich kalkfreies Wasser zu verwenden. Da ich in Köln wohne und wir hier leider wirklich ein großes Kalkproblem haben, nutze ich den Brita Wasserfilter. Ihr könnt jedoch genauso gut Regenwasser sammeln und dieses verwenden: Wichtig ist nur, dass es zimmerwarm ist, da die Pflanzen bei zu kaltem Wasser einen Schock erleiden können.


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Lasst vor jedem Gießen am besten die oberste Erdschicht leicht antrocknen, stellt jedoch sicher, dass die Wurzeln niemals zu trocken stehen: Weder diese Situation noch Staunässe vertragen Syngonien auf die Dauer. 

Um herauszufinden, ob eure Erde noch feucht genug ist, bieten sich Feuchtigkeitsmesser an. Diese werden in die Blumenerde gesteckt und zeigen euch an, ob sie trocken, nass oder mittelfeucht ist. Auch ich setze sie noch gelegentlich ein, um einen guten Überblick zu bekommen. Irgendwann habt ihr jedoch den Dreh raus und wisst, wann eure Pflanze Wasser benötigt und wann nicht.


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Sehr wichtig: Besprüht eure Pflanzen mindestens einmal pro Woche mit kalkfreiem, zimmerwarmem Wasser. Auch Syngonien bevorzugen eine verhältnismäßig hohe Luftfeuchtigkeit, was auf ihren ursprünglichen Standort (Regenwälder Mittelamerikas) zurückzuführen ist. Insbesondere bei Heizungsluft in den Wintermonaten führt kein Weg daran vorbei, die Pflanzen zusätzlich zu behandeln: Damit sorgt ihr dafür, dass sie sich wohlfühlen und beugt zuverlässig Schädlingsbefall vor. 

Wer die Luftfeuchtigkeit in seiner Wohnung messen möchte, sollte am besten zu einem Hygrometer greifen, der genaue Prozentzahlen liefert. Ansonsten reagiert die Pflanze auf eine zu geringe Luftfeuchtigkeit jedoch auch mit braunen Blattspitzen, die ein Indiz dafür sind, dass ihr schnell handeln solltet.


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Wie oft sollte ich Syngonien düngen?

Während der Wintermonate könnt ihr getrost auf Dünger verzichten. Lediglich in der Wachstumsphase von April bis etwa Oktober solltet ihr eure Syngonien alle zwei bis drei Wochen mit Nährstoffen versorgen.

Welcher Blumentopf ist der richtige für meine Syngonien?

Ob ihr für eure Syngonien Kunststoff- oder Terrakotta-Töpfe wählt, bleibt vollkommen euch selbst überlassen. Bedenkt dabei nur. Kunststoff speichert das Wasser deutlich besser als Terrakotta, welches die Feuchtigkeit innerhalb des Topfes nach außen abgibt. 

Daher gilt: Bei Terrakotta-Töpfen müsst ihr deutlich häufiger gießen als bei Kunststoff-Varianten.
Syngonium Blumentöpfe

Das Tolle an Syngonien ist übrigens, dass ihr sie sowohl in Blumenampeln setzen als auch eine Kletterhilfe für sie besorgen könnt. So könnt ihr frei nach euren optischen Wünschen entscheiden.

Wichtig: Sorgt dafür, dass eure Blumentöpfe ein Abflussloch und einen Untersetzer haben. Solltet ihr zu viel gegossen haben, fängt eben dieser das überschüssige Wasser auf, das ihr spätestens eine Viertelstunde später wegkippen solltet. Andernfalls kann Staunässe und damit auch – langfristig gesehen – Wurzelfäule begünstigt werden. Alternativ könnt ihr auch zu einem Plastiktopf greifen, der in einem Übertopf steht.

Der richtige Standort/ die richtigen Lichtverhältnisse für Syngonien

Meine Syngonien fühlen sich etwa zwei bis drei Meter von lichtdurchfluteten Ostfenstern entfernt auf einem Leiterregal wohl. Wichtig ist in jedem Fall eine gute Lichtzufuhr, jedoch sollte unmittelbare Sonneneinstrahlung vermieden werden. 

Für gewöhnlich bekommen sie in den Sommermonaten ausreichend Licht, in den Wintermonaten kann es jedoch notwendig sein, den Standort zu verändern. 

Die ideale Umgebungstemperatur sollte für eine Purpurtute immer um die 20 Grad Celsius liegen. Da sie recht frost-, aber auch hitzeempfindlich ist, verträgt sie starke Temperaturschwankungen eher schlecht.

Sind Syngonien anfällig für Schädlinge?

Leider konnte ich an meiner Purpurtute bereits Thripse entdecken, die ich jedoch gut behandelt bekommen habe. Häufiger kommen jedoch meines Wissens die gemeine Spinnmilbe oder Schmier-, Schild- und Wollläuse vor. Gerade aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass ihr eure Pflanzen bei jedem Gießen auf Befall kontrolliert: Schaut euch dabei vor allem die Blattunterseiten und -achseln an, da diese meist am stärksten betroffen sind. 

Ich versuche in diesen Fällen meist mit natürlichen Mitteln wie Neemöl oder Nützlingen entgegenzuwirken: Dies ist sowohl für Mensch als auch Pflanze die deutlich bessere Alternative. Wenn dies nicht funktioniert, greife ich im Notfall auf chemische Mittel zurück.

Und auch hier immer dran denken: Durch regelmäßiges Besprühen, das richtige Substrat und eine ausreichende Nährstoffzufuhr reduziert ihr die Wahrscheinlichkeit von Schädlingen um ein Vielfaches!
Syngonien

Wie vermehre ich Syngonien?

Im Frühling oder Sommer könnt ihr eure Purpurtuten problemlos vermehren. Dafür schneidet ihr einfach unterhalb eines Blattknotens einen Steckling. Dieser muss sodann über mehrere Wochen hinweg bewurzeln, was meiner Erfahrung nach besonders schnell in Sphagnum Moos gelingt. Doch auch Wasser oder Anzuchterde sind denkbar. Bei diesen Varianten ist die Fäulnisgefahr jedoch deutlich höher und das Wurzelwachstum langsamer.

Syngonium Albo Variegata
Den Ableger meiner Syngonium Albo Variegata lasse ich in Moos bewurzeln.

Wie topfe ich Purpurtuten um?

Es ist ratsam, dass ihr eure Syngonien zu Beginn jedes Jahr umtopft. Wählt hierfür die nächste Topfgröße und verwendet auch an dieser Stelle wieder hochwertiges Substrat. Um die Pflanze so wenig wie möglich zu stressen, sollte das Umtopfen im Frühjahr stattfinden.

Nach einigen Jahren genügt es jedoch, eure Syngonien erst dann umzutopfen, wenn das Behältnis gut durchwurzelt ist.

Halten Syngonien einen Winterschlaf?

Syngonien wachsen das ganze Jahr über, aufgrund der geringeren Lichtzufuhr im Winter jedoch deutlich langsamer als im Sommer. Aus diesem Grund kann es gegebenenfalls notwendig sein, die Pflanze in dieser Zeit an einem helleren Standort zu positionieren.

Ich hoffe, ich konnte eure wichtigsten Fragen zu den Syngonien klären. Falls es jedoch noch Unklarheiten gibt, schreibt mir gerne via Kommentar und ich versuche euch natürlich bestmöglich weiterzuhelfen.

Bis dahin: Erfreut euch an euren wunderschönen Purpurtuten und bis ganz bald!

Eure Sybi

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